Iran: „Nicht viele Schwule im Islam“

Hier sollen wohl Wogen geglättet werden: Für Aufregung hat eine Rede des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad in New York gesorgt, bei der er den Iran als „schwulenfrei“ bezeichnet haben soll. Jetzt relativiert ein Berater von Ahmadinedschad diese Aussage: Der Übersetzer habe die subtile Redensart von Ahmadinedschad nicht verstanden: „Er sagte in Wirklichkeit, dass wir weniger Homosexuelle haben als die amerikanische Gesellschaft“, so Kalhor zu Reuters. Grund: Wegen kulturellen und religiösen Unterschieden gebe es in der islamischen Welt generell weniger Schwule als im Westen, so der Berater.

Hinter den milden Worten stehen trotzdem brutale Fakten: Im Iran steht auf Homosexualität die Todesstrafe. Menschenrechtsgruppen schätzen, dass die Islamische Republik seit der Machtübernahme im Jahre 1979 mindestens 4.000 Schwule nach den Regeln der Scharia hinrichten ließ.