Scheich abgeblitzt: Amerikaner verprügelt

Scheich Falah bin Zayed bin Sultan al-Nahyan soll vor vier Jahren in einem Genfer Hotel den Amerikaner Silvano Orsi attackiert haben, weil der von seinen sexuellen Avancen nichts habe wissen wollen.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft habe der Scheich das Opfer am 19. August 2003 an der Hotelbar erst zu Champagner einladen wollen und dann versucht, ihn zu liebkosen und zu küssen. Nachdem der Amerikaner sich die Annäherungsversuche verbeten habe, sei Al-Nahyan aggressiv geworden. Der Scheich habe ihn wütend zu Boden gestoßen, mit den Fäusten auf ihn eingeschlagen und mehrfach mit seinem Metallschnallen-Gürtel geschlagen.“Kein dummer Amerikaner oder Italiener hat mir zu sagen, was ich zu tun habe“, soll der Scheich dabei gebrüllt haben. Seit dem Vorfall ist Silvano Orsi arbeitsunfähig geschrieben.

Nach Angaben des Opfers hätten Mitarbeiter des Scheichs ihm Ende 2003 in einem Restaurant in Rom gedroht, ihn zu erschießen, sollte er seine Klage nicht zurücknehmen.

In einer nicht öffentlichen Vernehmung im vergangenen Jahr habe der Scheich zugegeben, dass es in dem Genfer Hotel zu einer hitzigen Auseinandersetzung gekommen sei, nachdem die Bemerkung gefallen sei: „Dieser Scheich ist schwul“. Er habe jedoch zu keiner Zeit den Amerikaner geschlagen oder ihm Schweigegeld angeboten.

Im Fall eines Schuldspruchs drohen dem Scheich bis zu zwei Jahre Haft.