25 Jahre Rosa Lila Villa

Ein „Urgestein“ der lesbischwulen Szene in Wien feiert Geburtstag: Seit 25 Jahren gibt es die „Villa“. Mit der Rosa-Lila-Farbe ist das Haus an der Wienzeile heute ein bunter Farbklecks im grau-beigen Umfeld. Beim „Einzug“ der damaligen Hausbesetzer Anfang der 1980er-Jahre zeigte sich Bau aber als desolates Abbruchhaus. Die Stadt legalisierte die Alternativszene jedoch relativ schnell. Schon im Sommer 1982 erhielt der erste Bewohner einen Mietvertrag, bevor der Trägerverein „Rosa Lila Tipp“ 1984 das Haus von der Stadt mittels Baurechtsvertrag auf 30 Jahre zugesprochen bekam. Bereits am 15. November 1982 hatte die erste Beratungs- und Kommunikationsstelle im Haus eröffnet. Die Bewohner machten sich dann 1987/88 an die Totalsanierung des Baus und errichteten bis heute bestehende Wohngemeinschaften.

Das Jubiläum wurde im angegliederten Lokal „Willendorf“ begangen. Das Lokal ist heute wegen seiner exzellenten Küche bei Homo- und Heterosexuellen gleichermaßen beliebt. Dabei ist man als Mieter auch einer der wichtigsten Geldgeber des Gesamtprojektes. Dessen Kern stellen der Rosa bzw. der Lila Tipp als Infostelle für Schwule bzw. Lesben in Fragen der eigenen sexuellen Identität, bei Beziehungsangelegenheiten, Gesundheit und Sexualität dar. Darüber hinaus leistet man Hilfestellung in psychosozialer, sozialarbeiterischer und juristischer Hinsicht.