Drag Queen: Zu heiß für Aids-Hilfe?

Sieben Jahre lang war Glamazonia Moderatorin des Aids-Hilfe-Bingo in Seattle. Jetzt wurde sie gefeuert, weil sie als Travestie-Künstlerin nicht politisch korrekt sei. Die Lifelong Aids Alliance argumentiert, dass Drag Queens wie Glamazonia nicht den „Richtlinien zur sexuellen Belästigung“ entspreche.

Zuerst wollte die Aids-Hilfe-Organisation Glamazonia züchtige Kleidung und eine angemessene Sprache befehlen: „Sie legten mir zunächst einen Vertrag vor, der besagte, dass ich keine sexuellen Andeutungen machen dürfe. Im Vertrag standen absurde Dinge, wie ‚der Moderator darf nicht mit den Gästen flirten und keine zu offenen Kleider tragen’.“ Außerdem hätte sie das Wort „Fuck“ nicht mehr verwenden dürfen – auch nicht in Wörtern wie „fanfuckingtastic“. Die Aids-Hilfe argumentiert, Sponsoren hätten sich wegen „Four-Letter-Words“ beschwert.

Glamazonia hatte Angst, dass ihn die Aids-Hilfe wegen einer Kleinigkeit wegen Vertragsbruch geklagt werden könnte. Als er mit den Veranstaltern darüber reden wollte, schmissen sie ihn raus. Auf ihrer MySpace-Seite wird Glamazonia jetzt mit Solidaritätsbekundungen überschüttet. Mit dieser Aktion habe die Aids-Hilfe erreicht, dass bei der nächsten Benefizveranstaltung die Spenden steil nach unten gehen werden, kommentiert die Drag Queen bitter.