Homo-Ehe: Hosi Wien widerspricht ÖVP

Nach anfänglichem Lob der Hosi Wien für den Kurs der ÖVP kommt jetzt das bittere Erwachen: „Mit blanken Entsetzen haben wir vom Vorstoß von ÖVP-Justizsprecher Heribert Donnerbauer erfahren, bei der standesamtlichen Eintragung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften den Paaren die übliche Zeremonie zu verweigern, die Zahl der zuständigen Standesämter zu beschränken bzw. überhaupt auf andere Behörden zu verweisen“, kommentiert HOSI-Wien-Obmann Christian Högl die Nachrichten aus dem ÖVP-Parlamentsklub.

„Das wäre keine Gleichberechtigung sondern Ungleichbehandlung! Die nun vorgeschlagenen sachlich nicht zu rechtfertigenden Unterschiede werden von uns als unglaublicher Affront und Provokation empfunden. Wir erwarten uns, dass die standesamtliche Zeremonie selbstverständlich in analoger Form vorgesehen wird. Sollte das nicht der Fall sein, wäre es besser, die dann mehr Diskriminierung als Gleichberechtigung schaffende Gesetzesvorlage würde bis nach der nächsten Wahl zurückgestellt“, erklärt Högl.

„Minister Josef Pröll hatte in seiner Funktion als Leiter der ÖVP-Perspektivengruppen die Umsetzung des ‚Schweizer Modells‘ einer Eingetragenen Partnerschaft angekündigt. Dort gibt es – mit Ausnahme von den Rechten auf Adoption und Fortpflanzungsmedizin – keine diskriminierenden Unterschiede zur Ehe.“, so Högl abschließend.