Song Contest 2008: Österreich ist nicht dabei

Österreich schickt kein „heimisches Talent“ zum Gesangswettbewerb. Offiziell ist aber der unausgereifte neue Modus daran schuld. Nachdem Eric Papilaya im letzten Jahr nicht einmal das Semifinale überstanden hat, ist die Entscheidung gefallen: Österreich wird im Mai 2008 keinen Vertreter zum „Eurovision Song Contest“ nach Belgrad schicken. Der neue Modus der Veranstaltung sei nicht geklärt und unter diesen Bedingungen wolle Österreich nicht antreten. Ob der „Song Contest“ daher im ORF ausgestrahlt wird, ist offen.

ORF-TV-Unterhaltungschef Edgar Böhm begründet diesen Schritt: „Wir müssten uns jetzt bereits zum ‚Eurovision Song Contest 2008‘ anmelden, zurzeit sind aber noch wichtige Punkte – etwa zum Prozedere der Vorausscheidung – nicht geklärt. Fix ist zwar, dass es im Vorfeld zwei Semifinalrunden geben wird – nach welchen Kriterien ist aber unklar. So könnte hier etwa eine Trennung nach Ost und West stattfinden – eine Variante, die für uns sicher nicht in Frage kommt.“

Solange der Song Contest kein internationales Unterhaltungsprogramm, sondern ein politisches Exerzierfeld sei, will der ORF nicht weiter Talente aus Österreich in ein chancenloses Rennen schicken, so Lorenz weiter. „Sollte sich die Situation ändern, sind wir aber gerne wieder dabei.“

Für Österreich ist der Song Contest allgemein nicht unbedingt eine Erfolgsgeschichte. Nur einmal konnte Österreich bisher einen echten Erfolg verbuchen: mit Udo Jürgens, der 1966 mit „Merci Cherie“ den ersten Platz errang.

Bereits dreimal (1981, 1984 und 1991) landeten österreichische Kandidaten am letzten Platz. 2007 schied Eric Papilaya mit „Get A Life – Get Alive“ bereits im Semifinale aus, er wurde dort Vorletzter mit vier Punkten. Auch 2005 ist Österreich schon im Semifinale gescheitert. 2006 wurde auf die Teilnahme verzichtet.