Norwegen: Nicht überall lesbischwule Pfarrer

Bei ihrer Synode in Lillehammer hat die norwegische evangelisch-lutherische Kirche mit 50 gegen 34 Stimmen beschlossen, dass jeder Bischof selbst entscheiden kann, ob bei ihm in Partnerschaften lebende Schwule und Lesben als Pastoren arbeiten dürfen oder nicht. Damit werden wahrscheinlich zunächst sechs der elf Bischöfe Pfarrer, die in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften leben, einstellen; diese hatten im Oktober für die Aufhebung des Verbots in der Kirche gestimmt. Bislang dürfen nur Schwule und Lesben in der Kirche arbeiten, die nicht in einer Partnerschaft leben und keine Sexualkontakte haben.

Die „Norske Kirke“ ist die Staatskirche des Landes. Mehr als acht von zehn Norwegern gehören ihr an. Sie unterstützt die von der Regierung 1993 eingeführten Eingetragenen Partnerschaften. Es war bislang innerkirchlich aber höchst umstritten, ob Schwule und Lesben auch als Pfarrer oder Bischöfe in der Kirche arbeiten dürfen.