Deutschland: Falsche Anti-Gewalt-Botschafter?

Das Deutsche Antigewaltprojekt Maneo hat die Deutsche Bundesregierung kritisiert, weil sie mit homophoben Rappern als Toleranzbotschafter arbeitet. „Als zweifelhafter Botschafter der Toleranz wurde nach Bushido nun auch Muhabbet geoutet“, erklärt Maneo-Projektleiter Bastian Finke. „In Muhabbets Vergangenheit finden sich schwulenfeindliche, sexistische, frauenverachtende und gewaltverherrlichende Äußerungen. Bisher hat er sich nicht von diesen abstoßenden Hetzparolen distanziert. Damit ist er kein gutes Beispiel für Gleichstellungs- und Integrationsbemühungen.“

Gleichzeitig erinnert Maneo an ein Antigewalt-Konzert im Sommer, in dem der Rapper Bushido Schwulen öffentlichkeitswirksam den Mittelfinger gezeigt hatte. „Diese vermeintlich legitime ‚(Jugend-)Kultur’ oder ‚Kunst’ zu verteidigen und die Widersprüche zu ignorieren oder zu verharmlosen, entwertet und sabotiert das Engagement all jener, die sich ernsthaft um Gleichstellung und Integration bemühen“, argumentiert Finke.