Weihbischof Laun: „Homosexualität nutzlos“

Weihbischof gegen Eingetragene Partnerschaft

Andreas Laun
Josef Kuss/Bischofskonferenz

In einem Beitrag für die katholische Tagespost hat sich der Salzburger Weihbischof Andreas Laun gegen die Einführung von Eingetragenen Partnerschaften ausgesprochen, weil seiner Meinung nach Lesben und Schwule in Österreich nicht diskriminiert würden.

„Es gibt keinen Handlungsbedarf im Sinn einer rechtlich gesicherten homosexuellen Partnerschaft, weil es keine Diskriminierung homosexueller Paare gibt“, so Laun. Auch Schwule und Lesben hätten laut Laun „alle Rechte österreichischer Staatsbürger und sollen sie haben!“. Als Beispiel führt er zum Beispiel die Abschaffung der Erbschaftssteuer an – ohne zu erwähnen, dass Verwandte vor nicht-ehelichen Partnern erbberechtigt sind.

Homosexuelle Aktivitäten „bergen Gesundheitsrisiko“

Dass schwule und lesbische Partner nicht mitversichert werden können, ist für Laun auch in Ordnung. Die Mitversicherung sei für die Frau da, die sich um die Kinder kümmere und daher für die Allgemeinheit wichtig sei. Dagegen stelle Homosexualität „keinen Nutzen für die Allgemeinheit dar, sondern eher im Gegenteil: homosexuelle Aktivitäten bergen ein Gesundheitsrisiko in sich, wie es für andere Menschen nicht besteht.“

Des weiteren relativiere die Eingetragene Partnerschaft für Lesben und Schwule nach Ansicht des Weihbischofs „Ehe und Familie“. „Von diesen aber hängen die Existenz und das Wohl des Staates weitgehend ab. Dass sich dieser Einsicht Atheisten, ideologisch verblendet, widersetzen, ist absurd genug, aber dass jetzt auch Christen anfangen dafür blind zu werden, ist schlimm“, jammert Laun mit Blick auf die ÖVP, die sich ja prinzipiell für Eingetragene Partnerschaften ausspricht.

Launs Theorien zur Homosexualität sorgten schon öfter für Verwunderung: In der Vergangenheit hat er sich für die medizinische „Umpolung“ von Homosexuellen zur Heterosexualität ausgesprochen.