SPÖ: Harsche Kritik an Aussagen von FPÖ-Klement

Massive Kritik an den „skandalösen, menschenverachtenden Aussagen“ von FPÖ-Abgeordnetem Karlheinz Klement übt SPÖ-Gleichbehandlungssprecherin Gabriele Heinisch-Hosek. „Klement nutzte die Debatte zum FPÖ-Entschließungsantrag zum Schutz Minderjähriger vor Gewalt dafür, Einblick in sein abstruses Weltbild zu geben: So sei laut Klement ‚jede sexuelle Neigung zu jemand anderem als einem gegen-geschlechtlichen Partner eine mehr oder weniger starke und gefährliche Störung‘, Homosexuelle seien „wider die Natur veranlagt“ und „für 49,4 Prozent der Kindesmissbräuche verantwortlich“, zitiert Heinisch. Für Heinisch-Hosek sind diese Aussagen „eines Volksvertreters unwürdig; „Homosexuelle generell als pädophil zu bezeichnen und sie für Gewalt an Kindern verantwortlich zu machen, halte ich schlicht und einfach für menschenrechtswidrig!“, so Heinisch-Hosek, Klement sei „rücktrittsreif“.

Dass Homosexuelle, die nach wie vor vielfach im täglichen Leben diskriminiert werden, wie selbstverständlich vom FPÖ-‚Gleichbehandlungssprecher‘ in die Nähe strafrechtlicher Tatbestände gerückt werden, sei schäbig. „Für mich ist Abgeordneter Klement nichts anderes als rücktrittsreif. Solche Aussagen haben in einem Nationalratsplenum nichts verloren!“