Brasilien: Konferenz für Lesben und Schwule

Der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat lesbischwule Aktivisten-Gruppen zu einem Treffen eingeladen. Dabei sollen die Rechte von Schwulen und Lesben besprochen werden. Ein weiteres Thema soll der Kampf gegen Homophobie sein. Die Veranstaltung findet zwischen dem 8. und 11. Mai 2008 Im Präsidentenpalast statt. Auch Minister und Parlamentsabgeordnete werden nach Angaben eines Präsidentensprechers daran teilnehmen.

„Es gibt Länder, bei denen die Gesetzgebung weiter ist als bei uns“, erklärte Homo-Aktivist Julian Rodrigues. „Allerdings ist das meiner Meinung nach das erste Mal, dass eine Regierung eine derartige Konferenz für schwul-lesbische Belange abhält.“

Lesbischwule Aktivisten haben seit mehr als einem Jahrzehnt für das Treffen geworben. Sie fordern die landesweite Einführung der Homo-Ehe, wie es das Nachbarland Uruguay erst vor zwei Wochen beschlossen hat. Bislang sind Eingetragene Partnerschaften in Brasilien nur im südlichen Bundesstaat Rio Grande do Sul möglich, 2004 musste dieser Landesteil nach einer regionalen Gerichtsentscheidung gleichgeschlechtliche Paare heterosexuellen gleichstellen.