US-Präsidentschaftskandidat will HIV-Positive isolieren

Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Mike Huckabee verteidigt eine Aussage, die er vor 15 Jahren gemacht hat. Damals forderte er die Internierung von HIV-Positiven. Das sei unter den Umständen dieser Zeit die logische Antwort auf eine Notlage gewesen, so Huckabee.

Als er 1992 für den Senat kandidiert hat, sagte Huckabee in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AP, die Bundesregierung müsse „alles dafür tun, die Träger dieser Seuche zu isolieren“.

„Es ist das erste Mal in der Geschichte, dass wir die Träger einer Seuche nicht von der Bevölkerung isolieren. Statt das als Frage der Gesundheitspolitik anzusehen, betrachten wir es fälschlicherweise unter dem Gesichtspunkt von Bürgerrechten“, erklärte Huckabee damals. Er sagte auch, dass er Homosexualität als „anomalen, unnatürlichen und sündigen Lebensstil“ betrachte.

In einem Interview mit dem konservativen Nachrichtensender Fox News bestätigt er seine damaligen Aussagen: „Ich glaube, meine Aussage damals war richtig“, so Huckabee. Er erinnerte an den Fall eines Zahnarztes, der 1991 einen Patienten infiziert hatte. Nach dem damaligen Wissenstand sei die Gefahr einer Infektion sehr hoch gewesen. Er sagte aber auch, dass er damals nicht vorgehabt habe, alle HIV-Positiven ins Gefängnis zu stecken, ging aber nicht genauer auf seine damaligen Pläne ein.

Der 52-jährige Mike Huckabee war von 1996 bis 2007 Gouverneur des Staates Arkansas und als Hoffnungsträger der Konservativen. Neuesten Umfragen zufolge ist er bereits auf Platz zwei unter den republikanischen Kandidaten – hinter dem Favoriten Rudy Giuliani. Der Baptistenpfarrer gilt als Gegner der Evolutionstheorie und der Abtreibung. Er gilt nach wie vor als erbitterter Homo-Gegner. So sagte er vor kurzem dem Magazin „GQ“: „Es gibt keine Zivilisation, die die Ehe umdefiniert und überlebt hat“.