Schwul durch Medikamente?

Unter gravierenden Nebenwirkungen seiner Parkinson-Medikamente hat ein 47-jähriger Beamter im französischen Verteidigungsministerium gelitten: Didier Jambart behauptet, durch das Medikament habe er insgesamt 130.000 Euro an Spielschulden aufgehäuft und sogar die Spielzeuge seiner zwei jungen Söhne verkauft, um die Sucht finanzieren zu können. Außerdem habe er Stunden im Internet damit verbracht, männliche Sexpartner zu suchen und habe diese dann zu sich nach Hause eingeladen.

Was wie eine Ausrede klingt, hat einen plausiblen medizinischen Hintergrund: Das Medikament, das dem Glückshormon Dopamin ähnelt, ruft in 15% der Fälle extreme Nebenwirkungen auf.

„Als wir ihn gesehen haben, wussten wir sofort, dass die Medikamente schuld waren“, erklärte der Neurologe Philippe Damier von einem Krankenhaus in Nantes. Daraufhin erhielt Jambart eine andere Behandlung und die Nebenwirkungen verschwanden. „Ohne die Veränderung hätte ich mich umgebracht oder wäre im Gefängnis gelandet“, sagte er.

Jetzt bekommt er von dem Pharmakonzern 400.000 Euro Schmerzensgeld. Welches Medikament die Nebenwirkungen hervorgerufen hat, darf aus rechtlichen Gründen nicht veröffentlicht werden.