Grazer Bürgermeister entschuldigt sich bei Homos

Für Aufregung hat der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl gesorgt, als er meinte, „der Glaube könnte für Homosexuelle vielleicht dazu führen, dass sie mit dieser Form des Zusammenlebens aufhören“. Jetzt gibt der konservative Rechtsaußen der Steirischen ÖVP zu, dass er sich in der Wortwahl vergriffen hat. In einem aktuellen Interview mit der Tageszeitung „Der Standard“ sagt er: „Damals habe ich sicher die falschen Worte gewählt, ich wollte aber niemanden diskriminieren oder beleidigen. Wenn man mit einem Thema schwer umgehen kann – und so geht es mir bis zum heutigen Tag – dann ist es eigentlich besser, man sagt gar nichts mehr. Ich stehe allerdings dafür, dass Ungerechtigkeiten, die für gleichgeschlechtliche Partnerschaften bestehen, abgeschafft werden. Ich bitte aber auch darum, dass die Bezeichnung Ehe, für gläubige Menschen ist Ehe ein Sakrament, in diesem Zusammenhang nicht gebraucht wird.“

Graz wählt am 20. Jänner einen neuen Gemeinderat, die Grünen schicken mit Lisa Rücker eine offen lesbische Spitzenkandidatin ins Rennen.