Bangkok: Forscher offen für jeden Sex

Eine bemerkenswerte Aufforderung kommt von den Forschern der angesehenen Mahidol-Universität in Bangkok. Sie haben die thailändischen Behörden, Schulen und Universitäten aufgefordert, ihre Einstellungen zu „nichttraditioneller Sexualität“ zu ändern. Man dürfe nicht alles von der heterosexuelle Mann-Frau-Perspektive betrachten, erklärte Dozentin Varaporn Chamsanit, eine Expertin im Studiengang Menschenrechte.

Auch andere Arten von Sexualität sollen, wenn es nach den Forschern geht, den gleichen Schutz genießen wie traditionelle Verbindungen. Die Forscher nannten dabei nicht nur Schwule und Katoeys, also Mann-zu-Frau-Transsexuelle, als Beispiele, sondern auch Telefonsex-Arbeiter und deren Kunden sowie exotische Tänzerinnen. Viele Studien hätten diese Lebensweisen mit ihren sexuellen Werten lediglich als Problem angesehen und nicht als Alternative.

30 von 50 analysierten Dissertationen der letzten 30 Jahre hätten Homosexuelle schlicht abgelehnt und Ratschläge erteilt, wie junge Menschen aus dieser „Phase“ geholt werden können.

Thailand gilt bei Gleichstellungsfragen von Homo- und Transsexuellen als eines der fortschrittlichsten Länder Asiens. So wurde im vergangenen Jahr der Schutz „verschiedener Sexualitäten“ in die neue thailändische Verfassung aufgenommen.