Frauenberger unterstützt schwules Kindertheater

„Kinder sollen von klein auf lernen, dass Menschen ganz generell und im speziellen auch in ihrer sexuellen Orientierung und in ihrer PartnerInnenwahl individuell und unterschiedlich, aber trotzdem gleichwertig sind“, wies am Donnerstag Sandra Frauenberger, Wiener Frauen- und Integrationsstadträtin, die Kritik an der Theaterproduktion „König und König“ im Dschungel Wien entschieden zurück. „Diese Produktion ist eine Kooperation des Vereins TheArte mit der in meinem Büro angesiedelten Wiener Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen, wird von der Kulturabteilung der Stadt Wien gefördert und trägt ganz wesentlich dazu bei, unsere langjährigen Bemühungen für mehr Akzeptanz und gegen Homophobie im schulischen Bereich auch auf Kinder im Volksschulalter auszudehnen“, so Frauenberger, die das Premierenpublikum am 6. Februar sogar persönlich begrüßen wird.

„Kinder sind“, so betont Wolfgang Wilhelm, Wiener Antidiskriminierungsbeauftragter für gleichgeschlechtliche Lebensweisen, „in ihren Lebensrealitäten mit den verschiedensten Familienmodellen konfrontiert, sei es im eigenen Zuhause oder durch Wahrnehmung bei FreundInnen und SchulkollegInnen, daher ist es natürlich auch die Aufgabe der Institution Schule, Kindern jeden Alters diese verschiedenen Familienmodelle gleichberechtigt vorzustellen und so den Kindern zu ermöglichen, sich in unserer modernen Welt zurechtzufinden.“ Es gehe, so Wilhelm, also nicht nur darum, Kinder und Jugendliche in ihrer eigenen Identitätsfindung zu unterstützen und zu ermutigen, sich nicht von homophoben Umwelten in ihrer persönlichen Entfaltung einschränken zu lassen, sondern auch darum, in der pluralen Gesellschaft relevante Themen wie eben Homosexualität vorurteilsfrei und altersentsprechend zu thematisieren und so den Kindern und Jugendlichen zu ermöglichen, sich in unserer Gesellschaft zurechtzufinden und sich in diese zu integrieren.