Schwule und bisexuelle Männer und das Gesundheitssystem

Die Erfahrungen von schwulen und bisexuellen Männern mit dem österreichischen Gesundheitssystem stehen im Mittelpunkt des Forschungsinteresses von Sabine Lex. Im Rahmen ihres Studiums „Gesundheitsmanagement“ führt sie derzeit mit Unterstützung der Wiener Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen die Erhebung „Österreichisches Gesundheitssystem, Ungleichheit und Minderheitenstress bei Männern, die Sex mit Männern haben (MSM)“ an der FH Joanneum durch.

Das Ziel dieser Studie ist es, herauszufinden, welche Erfahrungen MSM mit dem österreichischen Gesundheitssystem haben, ob sie diesem ihre sexuelle Orientierung mitteilen und wenn ja, wie ÄrztInnen und Pflegepersonal darauf reagieren: Werden MSM als Patienten mit ihren Bedürfnissen umfassend und vorurteilsfrei wahrgenommen oder wird die Thematik der sexuellen Orientierung im Alltag der Gesundheitsberufe ignoriert? Wem vertrauen schwule und bisexuelle Männer, wenn sie mit dem Gesundheitssystem in Kontakt treten? Bestehen Unterschiede in den Gesundheitsbedürfnissen zwischen heterosexuellen und homosexuellen Männern?

Die Studie liefert erstmals in Österreich Daten zur Beziehung von homo- und bisexuellen Männern zum Gesundheitssystem und verfolgt das Ziel, das Thema Homosexualität hier verstärkt zu thematisieren und so einen Beitrag zur Überwindung der Heteronormativität zu leisten. Um statistisch relevante Daten zu gewinnen, bitten Sabine Lex und die Wiener Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen um rege Beteiligung an der Studie durch Ausfüllen eines anonymen Online-Fragebogens, zu finden unter http://www.equestionnaire.de?q=3926

Links zum Thema

  • Gesundheits-Fragebogen: http://www.equestionnaire.de?q=3926