Deutschland: Kardinal und Grün-Politiker einigen sich

Ein Streit zwischen Kirche und Politik, der in unserem Nachbarland über Wochen die Wogen hochgehen ließ, ist beigelegt: Der deutsche Grünen-Politiker Volker Beck und der Kölner Kardinal Joachim Meisner haben sich außergerichtlich geeinigt.

Bei dem Streit ging es darum, dass der offen schwul und in einer eingetragenen Partnerschaft lebende Beck Kardinal Meisner als „selbstgerechten Hassprediger“ bezeichnete, nachdem der Kardinal in einer Predigt homosexuelle Partnerschaften kritisiert hat. „Alle so genannten alternativen Modelle des menschlichen sexuellen Zusammenlebens sind aber unwahr und darum für den Menschen im Kern verderblich. Die Menschheit richtet sich hier selbst zugrunde.“, sagte Meisner damals.

Wie Beck jetzt in Berlin mitteilt, zieht der Kardinal seinen Antrag auf eine einstweilige Verfügung gegen den Grünen beim Landgericht Berlin zurück. Beck verzichtet im Gegenzug darauf, den Kardinal als „selbstgerechten Hassprediger“ zu bezeichnen. Seine inhaltliche Kritik an Meisners umstrittener Predigt will er allerdings weiter aufrechterhalten, kündigt der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen-Bundestagsfraktion an.