SoHo will Verhetzung und Diffamierung Homosexueller stoppen

Die Parolen der FPÖ gegen das schwule Kindertheaterstück „König gegen König“ nimmt der geschäftsführende Vorsitzende der SoHo (Sozialdemokratie und Homosexualität), Peter Traschkowitsch, zum Anlass, mehr Schutz gegen Diskriminierung zu fordern: „Immer wieder werden Homosexuelle öffentlich diffamiert und bewusst Unwahrheiten geschürt. Teile der FPÖ und manch kirchliche Kreise vermischen Homosexualität mit Pädophilie, befürchten die Zerstörung der Familie durch Homosexuelle oder bezeichnen gleichgeschlechtliche Liebe als anormal. Deshalb fordern wir, dass Homosexuellen derselbe Schutz vor Verhetzung gewährt wird, den auch Gläubige oder AusländerInnen haben.“, so Traschkowitsch.

Das österreichische Strafgesetzbuch (StGB) schützt Kirchen und Religionsgesellschaften, Völker und Stämme sowie deren Angehörige gegen Verhetzung. Weitere gesetzliche Bestimmungen schützen zum Beispiel das Geschlecht oder Alter. Sexuelle Orientierungen oder Identitäten erhalten – anders als in den meisten anderen EU-Staaten und den entsprechenden EU-Richtlinien – bislang keinen vergleichbaren Schutz.

„Ein umfassender Schutz von Homosexuellen gegen Diffamierung, Beschimpfung oder Verhetzung ist überfällig! Aktuell zeigt der Umgang mit dem Theaterstück ‚König und König‘ im Dschungel Wien den Bedarf solcher Bestimmungen. Im Zusammenhang mit dem Stück wird unter anderem der Schutz von Kindern vor Homosexuellen gefordert. Einerseits wird Homosexuellen damit Pädophilie vorgeworfen, andererseits wird Homosexualität als anormales, versteckenswürdiges Minderheitsproblem dargestellt. Zustände, die einem Land wie Österreich nicht würdig sind!“, so Traschkowitsch abschließend.