Italien: Linker Spitzenkandidat will Homo-Ehe

Der Spitzenkandidat der italienischen Linken für die kommenden Parlamentswahlen, der frührere römische Bürgermeister Walter Veltroni, setzt die Legalisierung der Lebensgemeinschaften, egal ob homo-, oder heterosexuell, auf sein Wahlprogramm. Damit provoziert er einen Konflikt mit dem in Italien mächtigen Vatikan. „Anerkennung der Rechte zusammenlebender Personen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung“ ist einer der Punkte des Wahlprogramms, mit dem Veltroni die Parlamentswahlen am 13. und 14. April gewinnen will. Veltronis Demokratische Partei (PD) verpflichtet sich auch zur Verabschiedung eines Gesetzes zur Bekämpfung der Homophobie.
Der noch amtierende italienische Regierungschef Romano Prodi hatte im vergangenen Jahr einen Gesetzesentwurf zur Legalisierung der homo- und heterosexuellen Lebenspartnerschaft verabschiedet. Wegen der wiederholten Attacken des Vatikans und katholischer Kreise war das Gesetz im Parlament versandet. Jetzt will Veltroni einen neuen Versuch unternehmen, die Legalisierung der Lebensgemeinschaften durchzusetzen.