[GGG.at exklusiv] Wird ONE hetero?

Bis jetzt hat sich der Mobilfunkanbieter ONE sehr um die lesbischwule Community bemüht: So hat sich ONE als erster heimischer Mobilfunkbetreiber für den Lifeball stark gemacht und war schon Partner zahlreicher Community-Events wie dem Rosenball, dem Regenbogenball und dem Grazer Tuntenball. Zudem unterstützt ONE seit Jahren Heaven in Wien, RoSy in Graz und andere Veranstaltungen auf regionaler Ebene. Mit dem „Rainbow-Package“, das im April 2007 eingeführt wurde, gab es für die Community ohne Zusatzgebühren 100 Minuten passives Roaming in die EU, nach Liechtenstein und die Schweiz gratis. „Da ‚anders‘ und ‚aufgeschlossen‘ zu den ONE Werten gehört, ist es uns ein besonderes Anliegen, zur gesellschaftlichen Akzeptanz von Schwulen, Lesben und ihren Freunden beizutragen“, erläuterte der damalige ONE Sales-Geschäftsführer Michael Fried.

Doch damit könnte jetzt Schluss sein. Denn nach Informationen, die GGG.at vorliegen, passt das schillernde Engagement nicht in die Pläne des neuen ONE-Chefs Michael Krammer. Krammer, der zuvor unter anderem den Billiganbieter tele.ring aufgebaut hat und ONE jetzt unter einem neuen Eigentümer zur Österreich-Tochter des französischen Handykonzerns „orange“ umbaut, möchte internen Informationen zufolge die Diversity-Politik seines Vorgängers Jørgen Bang-Jensen in dieser Form nicht weiterführen – die Sponsoring-Aktivitäten, zum Beispiel der Regenbogenparade, könnten stark eingeschränkt oder sogar eingestellt werden. In einer ersten Stellungnahme gegenüber GGG.at konnte ONE-Sprecherin Petra Jacob über die zukünftige Marketing-Strategie noch keine Aussagen treffen.

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