Marokko: Faire Prozesse für Homosexuelle!

Die Organisation „Human Rights Watch“ und die Marokkanische Menschenrechtsvereinigung setzen sich für sechs Männer ein, die im November verhaftet worden sind, weil sie „unnatürlichen Handlungen mit Menschen des gleichen Geschlechts“ verdächtigt werden. Verhaftet wurden die Männer, als ein Video von einer privaten Party im Internet aufgetaucht ist. Die Ermittlungen ergaben allerdings keinen konkreten Verdacht, die Angeklagten bestritten alle Vorwürfe. Nachdem Mitte Dezember Demonstranten trotzdem eine Bestrafung der Männer forderten, hat sie ein marrokanisches Gericht zu Strafen zwischen vier und zehn Monaten Gefängnis verurteilt. Ein Berufungsgericht hat die Strafen leicht reduziert.

Die Menschenrechtsorganisationen fordern die Marokkanische Regierung jetzt auf, für faire Prozesse zu sorgen und das Recht auf Privatsphäre zu respektieren. Außerdem soll Marokko ein Gesetz aufheben, dass einvernehmliche schwule Handlungen mit Gefängnis bestraft.

Human Rights Watch und die Marokkanische Menschenrechtsvereinigung haben außerdem eine Petition gestartet, um §489 den Strafgesetzbuches abzuschaffen, der homosexuelle Handlungen mit Gefängnis bestraft. Wer sich an der Petition beteiligen möchte, kann eine E-Mail mit seinem Namen und Herkunftsland an [email protected] schicken oder sich unter http://hrw.org/english/docs/2008/02/15/morocc18076.htm eintragen.