Afrikanische Lesben fordern Veränderungen

In Maputo, der Hauptstadt von Mozambique, forderten etwa 75 Aktivistinnen die Regierungen in Afrika auf, Lesben und Schwule wie Kriminelle zu behandeln. Derzeit ist Homosexualität in 38 afrikanischen Staaten illegal, in Mauretanien, dem Sudan und im Norden Nigerias steht auf homosexuelle Handlungen die Todesstrafe, in Uganda lebenslange Haft.

Um diese Missstände aufzuzeigen, hat die „Coalition of African Lesbians“ die Konferenz einberufen. Sprecherin Filile Vilakazi sagte gegenüber der BBC, sie sei notwendig, um auf die weit verbreitete Homophobie auf dem Kontinent zu reagieren. Das Hauptziel der Veranstaltung sei es, Homosexualität als Straftatbestand abzuschaffen.

„Vielleicht schaut es so aus, als ob wir derzeit ein bisschen verloren auf dem afrikanischen Kontinent sind“, sagte eine Teilnehmerin, „aber es gibt positive Gespräche. Als Christen begreifen wir, dass uns die Bibel nicht diskriminiert, sondern in unserer Verschiedenartigkeit annimmt“.

In vielen traditionellen afrikanischen Gesellschaften gelten gleichgeschlechtliche Beziehungen als abstoßend und Aktivisten werden in einigen afrikanischen Staaten von den Regierungen verfolgt und diskriminiert. Der Präsident von Zimbabwe, Robert Mugabe, hat Homosexualität als „westlichen Import“ bezeichnet, und gemeint, Lesben und Schwule seien „schlimmer als Hunde und Schweine“. Und auch in Südafrika, wo die Diskrimierung Homosexueller in der Verfassung verboten wird, sieht der Alltag für Schwule und Lesben oft anders aus.