Jamaika: Reiseboykott gefordert

Immer mehr Blogger und lesbischwule Aktivisten in den Vereinigten Staaten fordern einen Reiseboykott der Karibikinsel, weil Schwule dort unter den Augen der Behörden zusammengeschlagen und gelyncht werden. Erst diese Woche berichtete die anerkannte „New York Times“ ausführlich über Gewaltakten gegen Homosexuelle. So hätte ein Mob erst vor kurzem eine Kirche gestürmt, in der eine Trauerfeier für einen verstorbenen Schwulen abgehalten wurde. Männer, die für homosexuell gehalten werden, sind in Jamaika oft Ziel von Anschlägen, bei denen nicht selten Messer oder Macheten eingesetzt werden.

Einschnitte im Tourismus könnten die Insel hart treffen. So besuchen jährlich mehr als drei Millionen Menschen Jamaika, eine Millionen davon aus den USA. Die Einnahmen aus den Besuchern belaufen sich auf 2,1 Milliarden Dollar.