Polizei in Jamaika will Schwule besser schützen

Der stellvertretende Polizeipräsident von Jamaika, Mark Shields, hat zugegeben, dass seine Beamten geschult werden müssen, um mit Lesben und Schwulen besser umgehen zu können. Jamaika ist als eines der schwulen- und lesbenfeindlichsten Länder der Welt bekannt.

Erst in den letzten Wochen sind ein Aktivist aus der lesbischwulen Szene und ein Polizist nach Kanada geflohen, weil sie in ihrer Heimat um ihr Leben bangen mussten. Schwuler Sex ist in Jamaika illegal und wird mit bis zu zehn Jahren Gefängnis, meistens in einem Arbeitslager, bestraft.

In einem Interview schlägt Shields sanfte Töne an: „Ich denke, es gibt einen Platz für Minderheiten, und die Möglichkeit, mit den Polizisten während ihrer Grundausbildung darüber zu sprechen. Die Vielfalt sollte gestärkt werden. Der einzige Weg, das zu tun, ist Polizisten so auszubilden, dass sie nicht mehr länger normale Bürger mit Vorurteilen sind“.

Vor ein paar Wochen wuren zwei schwule Männer in Madeville von einer wütenden Menge in ihrem eigenen Haus angegriffen. Der eine liegt noch immer mit ernsten Verletzungen im Krankenhaus, der andere ist noch immer verschwunden und dürfte tot sein. Die Polizei, die von den Männern gerufen wurde, tauchte erst 90 Minuten nach dem Anruf – eine halbe Stunde, nachdem die Menge das Haus gestürmt hat – auf.