FIFA-Chef ruft schwule Fußballer zum Coming Out auf

Für viele heterosexuelle Männer dürfte eine Welt zusammenbrechen: Sepp Blatter, Chef des Weltfußballverbandes FIFA, hat schwule Fußballer zum Coming-out aufgefordert. „Es gibt schwule Fußballer, aber sie zeigen das nicht, weil sie denken, sie würden in den Macho-Organisationen nicht akzeptiert werden“, erklärte der 61-Jährige in einem Interview mit der britischen Tageszeitung „The Times“. „Aber Fußball ist offen für jeden, darum gibt es in Südamerika auch eine Meisterschaft mit schwulen Mannschaften. Schauen Sie sich Frauen-Fußball an: Homosexualität ist dort weiter verbreitet.“

Bislang bekannte sich nur ein Profifußballer zu seiner Homosexualität. Der Brite Justin Fashanu outete sich 1990 nach wiederholten Spekulationen in der Boulevardpresse. Das Coming-out führte zum Ende seiner Karriere, 1998 verübte er unter mysteriösen Umständen Selbstmord. Vor Kurzem hat das spanische Boulevardmagazin „Coure“ Fotos von Real-Madrid-Mittelfeldspieler Guti veröffentlicht, in denen er vor einem Restaurant einem anderen Mann einen innigen Kuss gibt.