Spanien: Sozialisten gewinnen Wahl

In Spanien haben die regierenden Sozialisten unter José Luis Rodríguez Zapatero die Parlamentswahl klar gewonnen, die absolute Mehrheit aber verfehlt. Und der Sieg noch klarer ausgefallen als erwartet: Mit 44 Prozent der Stimmen und 169 Sitzen im Parlament verpassen die Sozialisten die absolute Mehrheit nur knapp. Die konservative Volkspartei gewinnt auch, landet aber mit 40 Prozent auf dem zweiten Platz und zieht mit 154 Abgeordneten in den Kongress ein. Die Wahlbeteiligung war wie schon 2004 mit über 75 Prozent außergewöhnlich hoch.

Damit kann Ministerpräsident Zapatero seinen Reformkurs fortzusetzen. Zapatero hatte – unter Protest der Konservativen und der römisch-katholischen Kirche – unter anderem auch die Zivilehe für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet. Im Wahlkampf war er dafür offen kritisiert worden, doch die Wähler unterstützen seinen Kurs: „Meine Regierung wird die Dinge weiterverfolgen, die wir gut gemacht haben, und wir werden die begangenen Fehler korrigieren. Ich werde diese neue Epoche mit sozialem und politischem Dialog regieren“, so Zapatero in einer ersten Stellungnahme.