HOSI Wien: „Eingetragene Partnerschaft umsetzen!“

Auf ihrer 29. ordentlichen Generalversammlung am Samstag, dem 15. März, hat die HOSI Wien eine Resolution verabschiedet, mit der die Regierungsparteien aufgefordert werden, eine gesetzliche Regelung für die Eingetragene PartnerInnenschaft (EP) zumindest wie in der Schweiz zügig umzusetzen.

„Die Zeit ist längst reif, die gesellschaftliche Diskussion abgeschlossen, eine weitere Verzögerung wäre nichts anderes als politische Hinhaltetaktik“, heißt es in der Entschließung. Und weiter: „Wir appellieren daher speziell an die ÖVP, vom Vorschlag ihrer Perspektivengruppe nicht weiter abzurücken. An die SPÖ appellieren wir hingegen, auf keinen Fall einem Gesetz zuzustimmen, das hinter das Schweizer bzw. skandinavische Modell zurückfallen würde. ÖVP und SPÖ muss klar sein, dass sich Österreichs Lesben und Schwule mit keiner Minimallösung abspeisen lassen. Die Mindestforderung der HOSI Wien in diesem Zusammenhang ist und bleibt eine EP nach nordischem bzw. Schweizer Modell, mit der im Wesentlichen sämtliche Rechte und Pflichten wie für die Ehe verbunden sind und die am Standesamt geschlossen wird.“ Darüber hinaus bleibt allerdings auch unsere Forderung nach Gleichberechtigung bei der Adoption sowie beim Zugang zur Fortpflanzungsmedizin aufrecht.“, heißt es in der Resolution weiter.

Die HOSI Wien konnte wieder auf ein äußerst erfolgreiches Vereinsjahr zurückblicken, deren Höhepunkte einmal mehr der Regenbogenball und die Regenbogenparade sowie das 25-Jahr-Jubiläum ihrer Theatergruppe, der HOSIsters, waren. In diesem Jahr steht – neben einem neuen HOSIsters-Stück im April und der Regenbogenparade am 12. Juli – der HOSI Wien als weiteres Großprojekt die Jahrestagung der ILGA-Europa ins Haus: Die HOSI Wien wird im Herbst Gastgeberin dieser viertägigen Konferenz des europäischen Lesben- und Schwulenverbands sein.

Die Generalversammlung der HOSI Wien wählte auch einen neuen Vorstand. Neben Obmann Christian Högl wurden Bettina Nemeth und Christian Bruna als SchriftführerInnen sowie Jona Solomon und Gerhard Liedl als KassierInnen gewählt. Die Funktion der Obfrau bleibt vakant. Gottfried Gruber schied nach zwölf Jahren als Kassier des Vereins aus und wurde für seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit von der Generalversammlung herzlich bedankt.