Schönborn: „Homo-Ehe ein ‚Nein‘ zur Zukunft“

Für Verwunderung in liberalen österreichischen Kirchenkreisen sorgt ein Interview des Wiener Erzbischofs, Kardinal Christoph Schönborn, mit der italienischen Tageszeitung „Avvenire“. Dort hat er die römisch-katholische Kirche sinngemäß als einzige Kraft in Europa bezeichnet, die das Leben und die Zukunft bejaht.

Schönborn meint, dass Europa in den vergangenen 40 Jahren „dreimal nein zu seiner Zukunft“ gesagt hat: 1968 mit dem „Nein“ zur Enzyklika Pauls VI. „Humanae vitae“, die Sex nur innerhalb einer Ehe und zur Fortpflanzung gutheißt, wenige Jahre später mit der in den meisten europäischen Ländern eingeführten Fristenregelung und letztlich mit der „Homo-Ehe“, führte der Wiener Erzbischof aus. Es gehe darum, junge Paare zu ermutigen, die „großzügig ‚Ja zum Leben‘ sagen – und damit zur Zukunft“.