Homo-Ehe: ÖVP-Bürgermeister gegen Standesamt

Widerstand gegen die Eintragung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften am Standesamt inklusive entsprechender Zeremonie kommt jetzt von einigen ÖVP-Bürgermeistern. Die Bürgermeister sind als Gemeindechefs für die Standesämter und damit für den Akt der Eintragung zuständig.

„Ich werde einer Eintragung auf dem Standesamt nicht zustimmen“, droht der ÖVP-Nationalratsabgeordnete und Bürgermeister von Grieskirchen in Oberösterreich, Wolfgang Großruck, in der Tageszeitung „Österreich“.

Nikolaus Prinz, Bürgermeister von St. Nikola an der Donau, ist es „wurscht“ wo die Partnerschaft eingetragen wird, „solange es nicht

das Standesamt ist“. Für Franz Glaser, Ortschef von Burgauberg-Neudauberg, kommt eine Zeremonie „absolut nicht“ infrage: „Das muss abgehandelt werden wie ein Amtsakt“. Ein Ja im Parlament zu einem Gesetz mit Standesamt und Zeremonie würde er sich „sehr gut überlegen.“

„Wahlfreiheit“ wünscht sich dagegen Hannes Zweytick, ÖVP-Ortschef von Ratsch a. d. Weinstraße: Bevorzugt ein Paar die Anonymität, müsse auch ein Notariatsakt gelten. Umgekehrt würde er die Gemeinden über die Möglichkeit der Eintragung am Standesamt entscheiden lassen – schließlich gebe es „gerade in kleinen Orten vielleicht Reibungspunkte mit dem Standesbeamten oder der Bevölkerung.“