Bounty Killer: Doch Auftritt in Wien?

Veranstalter suchen neue Location

Bounty Killer
Stefan Klauke - CC BY-SA 2.0

Nach der Absage des Wiener Volksgartens geben die Veranstalter des „Bounty Killer“-Konzerts in Wien nicht auf. Auf einem Internetforum versprechen sie, dass das Konzert auf jeden Fall stattfinden wird. „Wir haben schon drei andere Locations gefunden, sobald wir entschieden haben, was die beste Option ist, werden wir es euch wissen lassen“, heißt es in dem Foreneintrag.

Mit einer endgültigen Entscheidung wird erst recht spät gerechnet, damit Protestmaßnahmen gegenüber den Verantwortlichen der Locations abgeschwächt werden. Der Volksgarten hat mach Meinung der Veranstalter „auf Grund von Druck der Grünen und der Hosi abgesagt“. Eine Stellungnahme zu den Vorwürfen gegenüber GGG.at, die wir bereits am Freitag angefragt haben, gibt es von den Veranstaltern noch nicht.

Bounty Killer gilt als prominenter Vertreter der Battyman-Tunes, einer Richtung der Dancehall-Musik mit explizit homophoben Texten. Da in Teilen der Reggae-, Ragga- und Dancehall-Szene Homophobie, Sexismus und Diskriminierung weit verbreitet sind, gibt es seit einigen Jahren den „Reggae Compassion Act“ (RCA). Bounty Killer gehört zu den Sängern, die eine Unterzeichnung des Abkommens verweigerten, mit dem sich Künstler verpflichten, auf Hasstiraden und Battyman-Tunes zu verzichten.