Bounty Killer: Konzertabsage in Wien fix

Volksgarten hat Veranstaltern abgesagt

Volksgarten
Symbolbild - premiumPIX

Jetzt ist es fix: Wie GGG.at schon am Freitag exklusiv berichtet hat, sagt der Wiener Volksgarten das für Donnerstag geplante Konzert des jamaikanischen Dancehall-Sängers Bounty Killer wegen dessen schwulenfeindlicher Texte ab. Damit konnte der Dancehall-Sänger mit den schwulenfeindlichen Texten nach zwei Konzerten in Deutschland auch seinen ersten Österreich-Gig nach Protesten lesbischwuler Gruppen nicht spielen.

Volksgarten-Manager Kaveh Ahi erklärt, man habe als Betreiber nicht gewusst, dass es sich um Künstler handelt, die homophob seien und zur Gewalt aufrufen: „Da hat man ja nicht gleich einen Verdacht.“ Auf das Angebot des Veranstalters, lediglich die schwulenfeindlichen Lieder beim Wiener Konzert auszulassen, sei man selbstverständlich nicht eingegangen. Auch bei Bounty Killers Konzert in München gab es ein ähnliches Angebot, an das sich der Künstler nicht hielt.

Bounty Killer gilt als prominenter Vertreter der „Battyman Tunes“, einer Richtung der Dancehall-Musik mit explizit homophoben Texten. So lautet etwa eine Liedzeile des Songs „Man a Badman“ aus dem Album „Riddim Driven: Juice“: „We blaze it for you stinky chi chi man and parasite. Jamaica never mek fi dem and spoil we paradise.“ Was auf Deutsch heißt: „Wir entfachen ein Feuer für euch stinkende Schwuchteln und Parasiten. Jamaika wird niemals zulassen, dass ihr unser Paradies beschmutzt.“