DSDS: Fady schwul, verpartnert, gefährdet

Rechtzeitig vor der Wochenend-Folge berichtet die „Bild“-Zeitung, dass Fady Maalouf, Favorit der RTL-Show „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS), schwul und seit Oktober 2006 verpartnert ist. Fady war vor dem Krieg im Libanon aus seiner Heimat nach Norddeutschland geflohen. Das Paar lebt nach Zeitungsberichten in einer gemeinsamen Wohnung in Hamburg. Laut „Bild“-Zeitung übrigens standesgereicht mit „lila Tapeten, goldenen Verzierungen, einer Katze“.

Eine offizielle Stellungnahme des Betroffenen gibt es nicht. Gegenüber der „Bild am Sonntag“ sagte er: „Diese Geschichte interessiert mich nicht. Ich konzentriere mich auf meine Musik und die Show.“ Eine RTL-Sprecherin bestätigte gegenüber der Rheinischen Post, dass sich Fady nicht zu seinem Privatleben äußern will.

Auf der offiziellen Homepage der Show erzählt Fady nur über sein Schicksal im kriegsgeplagten Libanon. In seiner Heimat könnte das Outing nun auch zu Problemen führen: Fady hat im Libanon noch seine Eltern und Verwandte. „Selbst wenn im Libanon bisher niemand von Fadys Ehe mit einem Mann wusste, wird es nun bekannt werden“, erklärte Pfarrerin Friederike Weltzien von der Christlichen Gemeinde in Beirut der „Bild am Sonntag“. „In Deutschland gibt es eine Menge konservativer Libanesen, die wie Spione jede Info über unliebsame Landsleute in die Heimat weitergeben.“, erklärt die Pfarrerin weiter.

Trotzdem – oder gerade deshalb – hat sich der 28-Jährige entschlossen, an diesem Abend passenderweise „Your Song“ von Elton John zu singen. Auch Elton John ist mit seinem Partner David Furnish. Die Jury zeigt sich hellauf begeistert. „Du warst der beste Mann heute“, jubelte selbst Dieter Bohlen.

Doch auch sonst hat Fady bei der Auswahl seiner Titel eine glückliche Auswahl für Gay Classics: Bisher hat er schon den Take-That-Schmuseklassiker „Back For Good“ oder Lieder von den Backstreet Boys zum Besten gegeben

Am Ende der fünften Mottoshow entschied sich das Publikum übrigens für Benni Herd und gegen Collins Owuso.

Bereits vor einigen Wochen hatte es um Fady Maalouf Wirbel gegeben, weil er angeblich beim Alter getrickst haben soll, um bei „Deutschland sucht den Superstar“ dabei zu sein. Auch damals schadeten ihm die Gerüchte nicht.

Dieter Bohlen glaubt, dass die Fans kein Problem mit einem schwulen Fady haben werden. „Das hat man doch bei Mark Medlock gesehen. Es ist viel wichtiger, dass man ehrlich zu seinen Fans ist. Wenn man lügt, das verzeihen einem die Leute nie“, so der Pop-Titan gegenüber der deutschen „Bild“-Zeitung.

Und die bisherige Statistik gibt ihm recht: In vier Staffeln DSDS gewann zwei Mal ein offen homosexueller Kandidat: 2004 entschied Elli Erl das Rennen für sich, 2006 siegte Mark Medlock, heimlicher Star der ersten Staffel war Daniel Küblböck.