Großbritannien: Schwuler Royal-Sex vor Gericht

Ein brisanter Fall wird heute in London vor Old Bailey, dem zentralen königlichen Krongericht, verhandelt. Sean McGuigan und Ian Strachan sollen versucht haben, ein Mitglied der königlichen Familie wegen seiner sexuellen Eskapaden zu erpressen.

Staatsanwalt Mark Ellison wirft Strachan vor, Ton- und Bildaufnahmen eines Angestellten der Königsfamilie gemacht zu haben, auf denen er behauptet, während einer Party mit seinem Dienstherren schwulen Sex gehabt zu haben. Die acht Stunden Material wurden auf dem Computer des zweiten Angeklagten, Sean McGuigan, sichergestellt. Der Angestellte soll während des Gesprächs unter Alkohol- und Drogeneinfluss gestanden haben.

Strachan and McGuigan sollen drei Monate lang versucht haben, das Material an die britische Boulevardpresse zu verkaufen. Nachdem diese das Material aber nicht kaufen wollte, haben sich die beiden direkt an das Mitglied des Königshauses gewandt und wollten von ihm für die Bänder £ 50.000 (ca. 62.000 Euro) haben. Allerdings war der königliche Angestellte, mit dem sie verhandelten, in Wirklichkeit ein Polizist, die beiden wurden festgenommen.

Um welches Mitglied der königlichen Familie es sich handelt, darf in Großbritannien aus rechtlichen Gründen nicht genannt werden. Es wurde aber bekannt, dass er keine öffentlichen Ämter innehat. Medien in den USA und in Australien haben den Namen schon veröffentlicht.

Strachan und McGuigan bekennen sich beide nicht schuldig.