SoHo: fordert mehr Schutz für sensible Daten

Empört zeigt sich Peter Traschkowitsch, Bundesvorsitzender der Initiative „Sozialdemokratie und Homosexualität“ (SoHo) über die jüngsten Ergebnisse bei der Befragung von Innenminister Platter: „Mit ihrem heutigen ‚Outing‘, dass Sie Daten über die sexuelle Orientierung über MinisteriumsmitarbeiterInnen zwar nicht in den Personalakten, jedoch in allgemeinen Akten registrieren, haben Sie sich wohl gehörig ‚verplattert‘. Der Arbeitgeber, in diesem Falle das Innenministerium, verletzt hier auf das Gröbste die Persönlichkeitsrechte der einzelnen ArbeitnehmerInnen, ohne dass dies durch irgendetwas zu rechtfertigen wäre. Die sexuelle Orientierung hat weder in einem ‚allgemeinen‘, noch in einem Personalakt etwas verloren“, so Traschkwotisch.

„Hier muss eine lückenlose Aufklärung erfolgen, ob das Innenministerium hier rechtswidrig Daten auch in Personalakten und im eigenen Personalinformationssystem des Bundes gespeichert hat. Es wird hier auch die Gewerkschaft GÖD gefordert sein, um Betroffenen Hilfestellung und im Bedarfsfalle auch Rechtshilfe zu gewähren. Gleichzeitig rege ich aber auch an, die Personalsystem von ausgelagerten Bundesbetrieben zu prüfen.“, spielt Traschkowitsch auf Post und ÖBB an.

„Insgesamt empfinde ich diese Vorgangsweise nicht nur bedenklich, sondern sie zeigt einmal mehr Ihre Datensammelwut und Ihr Streben nach vollständiger Kontrolle über die BürgerInnen dieses Landes“, zeigt sich Traschkowitsch gegenüber Platter kämpferisch.