FPÖ: Homo-Ehe „kein Vorteil für den Staat“

Erwartungsgemäß kritisch, aber sachlich im Ton äußert sich die FPÖ zur Eingetragenen Partnerschaft für gleichgeschlechtliche Paare. Justizministerin Maria Berger hat heute den Gesetzesentwurf für ein Lebenspartnerschaftsgesetz vorgestellt.

Für die FPÖ sei bei einer Anerkennung und „vermeintlichen Gleichstellung“ von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften kein staatliches Interesse, kein Vorteil für den Staat auszumachen, erklärt

FPÖ-Familiensprecher Norbert Hofer.

Für Hofer geht es nicht um eine Gleichstellung für eine bisher diskriminierte Personengruppe. „Nur“ das Faktum einer bestehenden Liebe alleine sei für den Staat nicht förderungswürdig. Daher gehe der Spruch „Gleiches Recht für gleich viel Liebe“ für die FPÖ ins Leere. „Die Umsetzung von durchaus verständlichen Forderungen, wie etwa Auskunftsrechte im Krankenhaus oder das Entschlagungsrecht bei Zeugenaussagen, wird von homosexuellen Organisationen selbst verhindert, da sich diese auf Maximalforderungen versteift hätten.“, kritisiert Hofer.

„Egal wie es letztendlich heißen solle, ob Partnerschaft oder Homo-Ehe, der Zug fahre in Richtung gemeinsame Fremdkindadoption, also gleichgeschlechtliche Ersatzeltern“, fürchtet der Freiheitliche.

Weiters lehnt Hofer eine standesamtliche Feier zur Eintragung der Lebensgemeinschaft ab. Wo die Eintragung selbst stattfinden sollte, lässt Hofer offen.

Links zum Thema

  • Alle Details: Zum GGG.at Schwerpunkt über Eingetragene Partnerschaften
  • Der Entwurf des Justizministeriums im Wortlaut