Platter: Keine Zeremonie am Standesamt

Jetzt melden sich auch ÖVP-Spitzenpolitiker zur Eingetragenen Partnerschaft für gleichgeschlechtliche Paare zu Wort. Den Anfang macht Innenminister Günther Platter. Er lehnt eine Zeremonie für schwule und lesbische Paare am Standesamt ab. „Eines ist klar: Ich will keine Zeremonie mit Pauken und Trompeten“, so Platter.

Zumindest bei der Eintragung der Lebenspartnerschaft ist er aber offen: Ob am Standesamt oder auf der Bezirkshauptmannschaft – beides ist für ihn möglich. „Ich möchte mir ansehen, was die beste Möglichkeit ist, wo dieser Aktenvorgang bestmöglich gemacht werden kann.“, meint der Innenminister.

Justizministerin Maria Berger von der SPÖ hatte die Frage der Zeremonie zuvor als „virtuelle Debatte“ bezeichnet. Das sei Sache der Gemeinden. Auch bei Eheschließungen sei lediglich vorgeschrieben, dass die Trauung „in würdiger Form“ und an einem „würdigen Ort“ zu geschehen habe. Ähnliches werde es auch bei der Lebenspartnerschaft geben. Platter will sich nun den diesbezüglichen Wortlaut im Gesetzesvorschlag Bergers genau ansehen.

Links zum Thema

  • Alle Details: Zum GGG.at Schwerpunkt über Eingetragene Partnerschaften
  • Der Entwurf des Justizministeriums im Wortlaut