Australien: (Fast-)Gleichstellung von Homo-Paaren

Australien will fast 100 Gesetze aufheben, die schwule und lesbische Paare benachteiligen. Dabei geht es vor allem um finanzielle und sozialrechtliche Vorteile, die Ehepaare und nichtverheirtatete Heteropaare haben.

Allerdings wird die Labour-Regierung das Eherecht nicht auf gleichgeschlechtliche Partnerschaften ausweiten. „Die Regierung glaubt, eine Ehe ist zwischen einem Mann und einer Frau, also wird es das Eherecht nicht geändert“, sagt Justizminister Robert McClelland. „In allen anderen Bereichen, in denen wir Diskriminierungen von gleichgeschlechtlichen Paaren gefunden haben, werden diese beseitigt.“, so McClelland weiter.

Diese Änderungen betreffen Steuern, das Pensionsrecht, Sozialversicherung, Altersvorsorge oder Arbeitsrecht.

Damit löst die Labour Party, die im November 2007 an die Macht gekommen ist, ein Wahlversprechen ein.

Zur Zeit haben schwule und lesbische Paare in Australien keinen Anspruch auf einen Witwenpension, im Gegensatz zu verheirateten Paaren oder heterosexuellen Lebensgemeinschaften.