Lesben und Schwule für FPÖ Sozialschmarotzer?

Ausgerechnet eine Presseaussendung, in der FPÖ-Familiensprecher Norbert Hofer ein Auskunftsrecht aus der Sexualstraftäterdatei im Falle neuer Lebensgemeinschaften fordert, nehmen die Freiheitlichen auch zum Anlass, gegen das Partnerschaftsgesetz für gleichgeschlechtliche Paare und Lesben und Schwule im Allgemeinen zu hetzen.

So will die FPÖ die Hetero-Ehe in den Verfassungsrang heben. „Bei Homo-Ehe bzw. ‚homosexueller Lebenspartnerschaft‘ handelt es sich nicht um eine familienrechtliche Gleichstellung, sondern vielmehr um eine personenstandsrechtliche Privilegierung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften gegenüber anderem nichtehelichen Zusammenleben. Weshalb Personen, die durch ihre Lebensweise nicht im Stande sind generative Beiträge in die Umlage- und Sozialsysteme des Staates einzubringen, an diesen privilegiert partizipieren sollen, ist in der öffentlichen Diskussion bisher nicht behandelt worden.“, pöbelt Hofer wortgewaltig gegen Lesben und Schwule. In eine deutliche Sprache übersetzt, meint Hofer: Wer keine Kinder zeugen will, soll nach Freiheitlicher Meinung gefälligst auch keine staatliche Pension bekommen. Die Diskriminierung von Lesben und Schwulen in Österreich ist für die Freiheitlichen „bloß behauptet“. Für sie gilt deshalb „Gleiches ist gleich, Ungleiches ist ungleich zu behandeln“. Und Homos sind eben keine Heteros, so die FPÖ-Logik.