Homo-Sex: Gefängnis in 86 Staaten, Todesstrafe in sieben

Die International Lesbian and Gay Association (ILGA) hat in ihrem aktuellen Jahresbericht 86 Staaten und sechs Territorien und Provinzen aufgelistet, in denen Homosexualität mit Gefängnis bestraft wird, in sieben Ländern droht Lesben und Schwulen sogar die Todesstrafe. Das sind deutlich mehr als die normalerweise genannten 77 Länder.

Dabei hat die ILGA nur die Länder gezählt, in denen einvernehmlicher Sex zwischen zwei Erwachsenen gleichen Geschlechts in deren Privatsphäre verboten ist. Länder, die öffentlichen oder erzwungenen Sex oder Sex mit Minderjährigen bei Homosexuellen anders bestrafen als bei Heteros, sind bei dieser Zahl noch nicht miteinbezogen.

ILGA-Co-Vorsitzender Philipp Braun sagt: „Oft sind Vorurteile gegen Lesben und Schwule ein Ergebnis von Ignoranz und Angst. Die Gefahr, dass gleichgeschlechtlicher Sex wieder unter Strafe gestellt wird, ist so groß wie immer. Der Kampf um den Respekt für jede Minderheit muss ein Kampf jedes Einzelnen sein.“

Die ILGA wurde vor genau 30 Jahren gegründet. Sie vereint heute 670 Gruppen von Lesben, Bisexuellen, Schwulen, Transgender und Intersexuellen aus mehr als 100 Ländern.

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