SoHo kündigt Zivilcouragepreis an

Eine neue Ehrung für Menschen oder Gruppen, die sich im Kampf gegen Diskriminierung besonders hervortun, kündigt die Initiative „Sozialdemokratie und Homosexualität“ (SoHo) an. „Im Kampf gegen Diskriminierung und für mehr Chancengleichheit setzen sich viele Menschen ein, die oftmals viel zu wenig beachtet und honoriert werden. Es freut mich daher sehr, dass ich bekannt geben darf, dass die SoHo hinkünftig einmal im Jahr den Zivilcouragepreis an die couragierteste NGO oder Einzelperson vergeben wird. Die entsprechenden Rahmenbedingungen werden derzeit ausgearbeitet.“, erklärt Peter Traschkowitsch, Bundesvorsitzender der SoHo.

„Homosexuellenfeindlichkeit ist ein internationales Problem, denn Lesben und Schwule werden in vielen Ländern der Welt noch immer diskriminiert. In über 80 Ländern ist Homosexualität strafbar, überdies gibt es eine große Anzahl von durch Homophobie motivierten Straftaten, sowie ein Klima von Intoleranz und Feindseligkeiten. Besonders beunruhigend ist die Situation nach wie vor in Polen, aber auch in Griechenland“ verdeutlicht Traschkowitsch.

Es sei daher besonders wichtig, so Traschkowitsch, „dass durch Bildungsmaßnahmen die Menschenrechtskonvention als eines der Grundwerte der Europäischen Union verstärkt vermittelt wird. Dazu ist der Reformvertrag von Lissabon ein wichtiges Dokument und ein großer Schritt in die richtige Richtung.“

„Der Kampf gegen Homophobie, Antisemitismus, Sexismus und Fremdenfeindlichkeit ist noch nicht gewonnen. Die Politik und die vielen NGOs müssen hier gemeinsam auftreten und entschieden jeglichen Diskriminierungen entgegentreten – und das ist wichtiger denn je“, so der SoHo-Vorsitzende.