Großbritannien: Künstliche Befruchtung für Lesben erlaubt

In Großbritannien dürfen lesbische Paare künftig künstliche Befruchtungen durchführen lassen. Die bisher vorgeschriebene „Notwendigkeit eines Vaters“ fällt künftig weg. Einen Antrag, der für die Notwendigkeit von Mutter und Vater plädierte, lehnte das britische Unterhaus ab.

Die Neuregelungen zur künstlichen Befruchtung bedeuten, dass ein Kind nun laut Gesetz nur noch ausreichende „elterliche Unterstützung“ braucht, nicht aber eine Vaterfigur. Damit kann auch ein eingetragenes lesbisches Paar die Elternrechte und -pflichten übernehmen. Der ehemalige Parteiführer der Konservativen, Iain Duncan Smith, hatte für die Notwendigkeit von Vätern plädiert, da sich ihr Fehlen nachteilig auf Kinder auswirke. Gegner seines Antrags wie die Labour-Abgeordnete Emily Thornberry bezeichneten die bisherige Gesetzgebung laut BBC als „direkte Diskriminierung von lesbischen Paaren und allein stehenden Frauen“.