Großbritannien schiebt schwulen Iraner nicht ab

Der Fall Mehdi Kasemi hat ein Happy End: Großbritannien schiebt den schwulen Teenager nicht in sein Heimatland Iran ab. Wie die britische Grenzschutzbehörde mitteilte, erhält der 19-Jährige ein Bleiberecht. Er kam 2005 für Sprachunterricht nach England. Währenddessen wurde sein Freund im Iran wegen Unzucht zum Tode verurteilt und gehängt. Daraufhin suchte der Schüler mit der Begründung, dass auch er bei einer Rückkehr getötet werden würde, um Asyl an. Sein Antrag wurde zunächst abgelehnt. Innenministerin Jacqui Smith erklärte sich jedoch im März bereit, ihn erneut zu prüfen.

Nach der Ablehnung seines Asylantrages in Großbritannien floh Kasemi zunächst in die Niederlande und suchte dort um Asyl an. Das oberste Gericht des Landes lehnte diesen Antrag ab, weil nach EU-Recht die Entscheidung bei Großbritannien liegt: Dort hat der 19-Jährige zuerst einen Asylantrag gestellt. Der Fall wurde sogar im britischen Oberhaus diskutiert.

Homosexualität ist im Iran verboten und kann mit dem Tod bestraft werden.