Deutschland: „Schwule Fußballer unterstützen!“

Der Bund Lesbischer und Schwuler Journalisten (BLSJ) appelliert an den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und die Vereine in allen Ligen, ein Klima zu schaffen, in dem ein öffentliches Coming-Out auch im Fußball möglich wird, und schwule und lesbische Profis und Amateure zu unterstützen.

Bis heute hat noch kein aktiver Profi das Coming-Out gewagt. „Stattdessen behaupten einige Trainer und Manager – wie kürzlich der Italiener Luciano Moggi -, dass es im Fußball keine Schwulen gebe.“, so der BLSJ.

„Es ist skandalös, dass sich Fußballspieler genötigt sehen, aus Tarngründen zu heiraten und dass bei unserer erfolgreichen Frauen-Nationalmannschaft das Thema völlig tabu ist“, ist BLSJ-Vorsitzende Ute Roos bestürzt. Sie ärgert sich: „Offenbar ist die Angst vor dem ‚Skandal‘, vor Ablehnung und Anfeindung so groß, dass die Spieler lieber ein groteskes Doppelleben führen.“ Daher fordert der BLSJ seine Journalistenkollegen auf, sensibel und respektvoll zu berichten, wenn sie ein Fußballer zu seiner Homosexualität bekennen sollte.