Laun gegen Homo-Stand auf Kirchentag

Salzburger Weihbischof interessiert sich auch für deutsche Kirche

Andreas Laun
Josef Kuss/Bischofskonferenz

Der Salzburger Weihbischof Andreas Laun meldet sich jetzt auch über die Landesgrenzen zu Wort. So hat Laun kritisiert, dass beim Deutschen Katholikentag in Osnabrück ein Stand schwuler und lesbischer Christen besser platziert war als der von konservativen Abtreibungsgegnern.

„Der Pro-Life-Stand von AlfA ist irgendwo ganz schwer zu finden, am Rande des Geländes. Daneben ist noch ein zweiter Stand zu finden. Vielleicht gibt es auch noch irgendwo einen dritten. Die habe ich schon gefunden, aber es war nicht ganz leicht und die sind eher im Abseits“, so jammert Laun nach Informationen der konservativen kirchennahen Seite kath.net auf einer Podiumsdiskussion. „Was man aber nicht übersehen kann, sind vier große gut ausgestatte Zelte für Lesben, für Schwule, für katholische Schwule. Wenn das nicht skandalös ist.“

Laun ist einer der schärfsten Gegner von Lesben und Schwulen in der römisch-katholischen Kirche. Letztes erklärte er, dass Schwule und Lesben „keine Nutzen für die Allgemeinheit“ und daher auch kein Recht auf Eheschließungen hätten.