Israelischer Historiker gegen deutsches Homo-Mahnmal

Scharfe Kritik am Mahnmal für das Mahnmal der vom NS-Regime verfolgten Homosexuellen in Berlin kommt von einem Historiker der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Israel.

Als Medium für seine abwertenden Aussagen über die schwulen und lesbischen Opfer des Nationalsozialismus verwendet Israel Gutman die konservative polnische Zeitung „Rzeczpospolita“: „Es ist ein Skandal, wenn Besucher den Eindruck bekommen können, dass es zwischen den Leiden der Juden und den von Homosexuellen keinen großen Unterschied gab.“ Die verfolgten Schwulen und Lesben seien „ausschließlich Deutsche“ gewesen, von denen viele selbst den Nazis angehört hätten. Sie seien „Opfer politischer Kämpfe innerhalb der NSDAP“ geworden, so Gutman.

„Jahrelang hatte ich den Eindruck, dass die Deutschen nach dem Krieg das gewaltige Ausmaß der Verbrechen des Holocausts verstanden hatten (…). Diesmal haben sie einen Fehler gemacht“, so der Historiker.