Russischer Präsident für Moscow Pride

Prominente Unterstützung für die Moscow Pride, die Parade der Lesben und Schwulen in der Russischen Hauptstadt, kommt aus dem Kreml: Der russische Präsident Dimitri Medwedev soll den Moskauer Präfekten angerufen haben, damit dieser die Parade genehmigt.

Die Organisatoren der Moscow Pride haben den gesamten Mai über jeden Tag fünf Märsche zur Genehmigung angemeldet, in der Hoffnung, zumindest einer könnte ihnen genehmigt werden. Doch alle Anträge wurden von der Stadtverwaltung abgelehnt. Die Begründung: „Gefahr für die öffentliche Sicherheit und negative Reaktionen der Bevölkerungsmehrheit“.

Nach dem Anruf von Medwedev schöpfen die Organisatoren neuen Mut: „Wenn unsere verfassungsmäßig garantierten Rechte verletzt werden, sind nicht nur die Moskauer, sondern auch die staatlichen Behörden verantwortlich, da wir den russischen Präsidenten gebeten haben, einzuschreiten“, sagt der Aktivist Nikolas Alexejew.

In den letzten beiden Jahren wurde die Moscow Pride vom Moskauer Bürgermeister verboten. Trotz der Intervention des Präsidenten gibt es von ihm noch keine Genehmigung für die Parade. „Wir hoffen noch immer auf eine einvernehmliche Entscheidung zur Durchführung unserer Veranstaltung, aber nachdem es keine klare Position der Behörden gibt, müssen wir einseitig den nächsten Sonntag als Datum bekanntgeben“, so Alexejew. Im Falle eines Vorschlages der Stadtverwaltung sei man aber in der Lage, sich schnell darauf einzustellen.