Kommen Hass-Sänger wieder nach Deutschland?

Hach Informationen der Website queer.de planen die jamaikanischen Hasssänger Sizzla und Beenie Man weitere Auftritte in Deutschland. Sie sollen im August in Bayern beim „Chiemsee Reggae Summer“ auftreten.
Der Auftritt von Beenie Man („Ich träume von einem neuen Jamaika, in dem Schwule exekutiert werden“) soll am 22. August auf der Hauptbühne stattfinden, der von Sizzla („Verbrennt die Männer, die Sex mit Männern haben“) einen Tag später. Das Event wird von der populären Biermarke Beck’s präsentiert.

Allerdings ist unklar, ob die Reggae-Sänger überhaupt nach Deutschland einreisen dürfen: Zuletzt konnte Sizzla nicht nach Spanien einreisen, weil er von der deutschen Bundesregierung als nicht im Schengen-Raum erwünschte Person ins Schengener Informationssystem (SIS) eingetragen worden war.

Zwar hatten beide Mitte 2007 den „Reggae Compassionate Act“ unterschrieben, in dem sie nach mehreren Konzertabsagen in Europa und Nordamerika zugesichert haben, nicht mehr zur Gewalt gegen Schwule aufzurufen. Beenie Man hat aber die Übereinkunft mit einer britischen Gruppe schon einen Monat später gebrochen und erklärt, er werde sich dem Druck nicht beugen. Sizzla hat nach Informationen des LSVD in Jamaika stets abgestritten, den „Reggae Compassionate Act“ unterzeichnet zu haben. Er hat sich bislang nicht für seine homophoben Lieder entschuldigt und diese nicht zurückgezogen. Sie sind auch weiter erhältlich.

Links zum Thema