Gambia: Spanier wegen Homosexualität festgenommen

Zwei Spanier im Alter von 54 und 56 Jahren sind in Gambia wegen Homosexualität festgenommen worden.

Medienberichten zufolge sollen die Urlauber einen Taxifahrer nach einer Schwulenbar gefragt haben. Der Mann lieferte sie aber der Polizei aus. Sie wurden auf der Stelle verhaftet.

Nach einem Protest der spanischen Regierung sollen sie jetzt wieder auf freiem Fuß sein. Allerdings erklärte ein Sprecher der Botschaft, die beiden seien „noch immer in Gefahr“ und würden auf schnellstem Wege aus dem Land gebracht werden.

Mehrere europäische Regierungen haben deshalb ihre Reisewarnungen nach Gambia verschärft. Die Niederlande raten zum Beispiel ihren schwulen Bürgern jetzt, keinesfalls ihre sexuelle Orientierung nach außen kundzutun.

Homosexualität ist in Gambia strafbar und wird mit Gefängnisstrafen von bis zu mehreren Jahren geahndet. Erst im Mai hatte Gambias Präsident Yahya Jammeh Schwule aufgefordert, binnen 24 Stunden das Land zu verlassen, weil sein Land muslimisch geprägt sei. Hotels, die Schwule beherbergten, drohte er mit Schließung.