Niederlande: Schwules Model verprügelt

Eine hässliche schwulenfeindliche Attacke aus den Niederlanden erschüttert dort die Öffentlichkeit: Das 20 Jahre alte Model Mike Du Pree war gerade auf dem Laufsteg einer Modeschau für mehr Toleranz gegenüber Lesben und Schwulen am Amsterdamer Rembrandtplatz im schwulen Viertel der Stadt, als zehn junge Moslems ihn vom Laufsteg zerrten, um ihn zu verprügeln. Dabei brachen sie seine Nase.

Wie die Zeitung „Gay Krant“ berichtet, wollte ein Passant das Model schützen, auch er wurde ein Opfer der Jugendlichen. für die Organisatorin der Modeschau, Jennifer Delano, zeigt der Überfall, dass Amsterdam keine tolerante Stadt mehr ist. „Mike wurde an seinem Arm hinuntergezogen“, sagt Delano. „Sie haben ihn erwischt, er hat sich verteidigt, dann haben die Immigranten begonnen, ihn zu verprügeln“. Die Polizei ist zwar gekommen, es ist aber noch nicht klar, ob die Jugendlichen verhaftet wurden.

Der Vorfall fand bereits am Koninginnendag Ende April statt, ein aktueller Bericht auf der amerikanischen Website Gay Patriot hat die Diskussion jetzt wieder aufflammen lassen. Ein rechter Abgeordneter hat gefordert, die Jugendlichen auszuweisen. „Das zeigt, wie stark sich die islamischen Schwulenverprügler fühlen“, sagt Martin Bosma, Abgeordneter der Partei der Freiheit. „Am helllichten Tag, am Koninginnendag, im Herzen Amsterdams schlagen sie zu. Nur die härtesten Sanktionen können diese kranke Entwicklung umkehren“

Nach einer Umfrage des Fernsehmagazins „EenVandaag“ fühlen sich mehr als die Hälfte der Lesben und Schwulen in den Niederlanden unsicherer als ein Jahr zuvor. 12 Prozent wurden schon einmal Opfer körperlicher Gewalt. Die niederländische Regierung will nun die Akzeptanz von Lesben und Schwulen in der Bevölkerung nun aktiv vorantreiben. Für den Kampf gegen Homophobie sind im aktuellen Budget Millionen vorgesehen.